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9. April 2012 · Kategorie: Allgemein · 10 Kommentare

v6

9. April 2012 · Kategorie: Allgemein · Keine Kommentare

Irgendwann zwischen Eiersuchen und Osterjause hatte ich gestern plötzlich eine Idee für ein neues Blogdesign, welche ich dann auch gleich umsetzte.

Irgendwie war mir das alte Design zu dunkel und zu gezwängt, deshalb gibt’s jetzt wieder etwas Helleres mit mehr Freiraum. Damit es nicht langweilig wird habe ich etwas von praktisch jeder aktuellen App-Webseite geklaut: Bis zur Unkenntlichkeit weichgezeichnete Bilder im Hintergrund! (sichtbar bei einigen älteren Beiträgen)

Da das anstrengendste an einem Blogdesign immer die Kommentare sind und ich bekanntlich sowieso kein großer Freund von Kommentaren bin, habe ich sie für’s Erste einfach ignoriert. Vielleicht baue ich sie ja ein, wenn ich etwas mehr Zeit habe. Bis dahin gibt es ja auch noch Twitter für Feedback.

10. Januar 2012 · Kategorie: Allgemein · 1 Kommentar

Map Tampere

Morgen geht’s für eine Woche ab ins verschneite Finnland.

Juhu!

6. Dezember 2011 · Kategorie: Allgemein · 3 Kommentare

Vor diesem Beitrag sollte man den Originaltext von Sebastian lesen.

Ich habe nie schwitzend an irgendwelchen Schienen gearbeitet, hatte nie ein furchtbares Praktikum und musste auch nie Kaffee kochen. Ganz im Gegenteil: Meine erste Berufserfahrung sammelte ich in einem PC-Geschäft. Ich saß den ganzen Tag in der Werkstatt und schraubte an Rechnern. Hin und wieder durfte ich auch einmal die Drecksarbeit des Entstaubens übernehmen, aber das war auch schon alles. Der einzige Minuspunkt war die Tatsache, dass mich meine Arbeitskollegen wie einen 14-jährigen behandelten, und selbst darüber konnte ich mich aber auch nicht beschweren. Schließlich war ich 14.

Ohne diese Erfahrung wäre ich vielleicht nicht an die HTL gegangen.

Ein Jahr später ging’s dann ab in den Softwarebereich – 4 Wochen Webseiten programmieren. Und wieder passierte das Gleiche: Ich lernte unglaublich viel, hatte großen Spaß, und diesmal fühlte ich mich innerhalb des Unternehmens sogar gleichgestellt mit den Großen.

Ohne dieses Praktikum hätte ich vielleicht nie ernsthaft mit Webdesign begonnen, hätte heute keinen Blog und würde diesen Text hier gar nicht schreiben.

Trotz zweier toller Praktika entschied ich mich im Jahr darauf für etwas anderes: Instandhaltung sollte es sein, und das in einem Betrieb, in dem mich der Chef wenn überhaupt nur als Nummer kannte. Im Jahr davor saß ich ihm noch gegenüber. Und das Komische daran: Es war anstrengend, unglaublich fummelig (Wer wollte nicht schon immer einmal ein riesiges Lager voller Schrauben durch händisches Nachzählen auf Bestandsveränderungen überprüfen?) und manchmal auch eklig (Ich erinnere mich nur ungern an den Raum unter der Lackiererei). Und trotzdem würde ich das Praktikum nicht als schlechte Erfahrung bezeichnen.

Schließlich hätte ich ohne dieses Praktikum nie die Bestätigung erhalten, in der IT-Branche richtig zu sein.

Und obwohl ich als Angestellter nie richtig auf die Nase gefallen bin, schloss ich mich diesen Sommer mit Sebastian zusammen, um die Arbeit an etwas eigenem aufzunehmen. Um der eigene Chef zu sein, und um mit den bestmöglichen Kollegen an etwas zu arbeiten. Kollegen, die ich ohne das erste tolle Praktikum heute vielleicht nicht einmal kennen würde.

Es geht nämlich wirklich nicht darum, welche Erfahrungen man macht. Es geht darum, Erfahrungen zu machen. Egal welche. Denn mit genug Erfahrung und den richtigen Leuten wird man auch die richtige Entscheidung treffen. Und wenn sie auf den ersten Blick noch so verrückt wirkt.

Und dann – Bähm!

26. November 2011 · Kategorie: Allgemein · 4 Kommentare

6. Oktober 2011 · Kategorie: Allgemein · Keine Kommentare

28. September 2011 · Kategorie: Allgemein · 2 Kommentare

Ich höre leidenschaftlich gerne Podcasts. Die meisten davon haben einen technischen Hintergrund; Es geht um das Web, Apple, Technik in der Gesellschaft und, dank NSFW, manchmal auch um Hitler. Aber der hat mit diesem Beitrag nun wirklich nichts zu tun.

Würde man aus der Liste meiner abonnierten Podcasts eine Prüfungsfrage à la “Was passt nicht dazu” basteln, wäre die richtige Antwort wohl “This American Life”. In jeder Episode diese Podcasts widmet man sich 1 Stunde lang einem Thema und erzählt dazu Geschichten. Manchmal real, manchmal fiktiv, aber immer hervorragend geschrieben und erzählt. Das Thema letzter Woche: “Living Without”, Geschichten von Menschen, die ohne etwas Bestimmtes leben – sei es Bier, Baseball, oder ein Herz.

Lustigerweise habe auch ich dieses Jahr etwas aufgegeben, das mich die letzten 12 Jahre meines Lebens begleitet hat: den Klavierunterricht. Das ist die Geschichte dazu.

“Lern doch ein Instrument!”

Ich wollte schon immer ein Instrument lernen. Als ich schließlich 5 Jahre alt war, konnte ich nicht mehr warten – ich nervte meine Mutter so lange, bis sie bei der örtlichen Musikschule anrief und fragte, ob es denn möglich sei, als Kindergartenkind bereits Musikunterricht zu nehmen. Die Antwort: “Musikalische Früherziehung”. Mit 10 anderen Kindern einmal in der Woche in eine Blockflöte pusten. “Nein Danke” dachte ich, und wartete ein weiteres Jahr.

Im Nachhinein war diese erzwungene Wartejahr aber gar nicht so schlecht, schließlich wusste ich noch nicht einmal, welches Instrument ich überhaupt lernen wollte. Mein Großvater bestand fast schon darauf, dass ich die Steirische Harmonika lerne – er hätte mir sogar das Instrument gekauft. Ich aber entschied mich für Klavier. Warum? Weil mich die Größe des Flügels beeindruckte. Und diese Entscheidung habe ich auch nicht bereut.

“Und wie viele Vorzeichen hat das jetzt?”

Die ersten 3 Jahre Klavierunterricht flogen geradezu an mir vorbei. Jede Woche ein neues Lied, am Ende des Jahres ein kleines Konzert, dazu noch ein wunderbarer Lehrer, und schon war wieder ein Jahr vorbei. Doch dann kam sie, die “Musikalische Grundausbildung”. Selten habe ich es so gehasst, in der Schule zu sitzen. Dabei waren die Themen des Unterrichts bei weitem nicht uninteressant – es war die Lehrerin, die mir den letzten Nerv raubte.

In dieser Zeit überlegte ich zum ersten mal, den Musikunterricht sein zu lassen. Ich wollte dieser Person einfach nicht mehr Samstag Vormittags zuhören – auch wenn der Kurs nur ein paar Wochen dauerte. Zum Glück habe ich mich damals aber dagegen entschieden. Ich hatte mich inzwischen so in dieses Instrument verliebt, dass ich es mir nicht von einer einzelnen Person vermiesen lies.

Das darauf folgende Jahr war von Kreativität geprägt: Es galt, das erste eigene Opus zu komponieren. In meinem Fall war “Opus” Euphemismus für “Schnulze”, doch ich war stolz auf meine Kreation, welche bis heute gerahmt neben meinem Bett hängt.

“Ich liebe Es-Moll!”

Wieder ein paar Jahre später. Ich war in der Hauptschule, und kaum etwas interessierte mich weniger als das drücken irgendwelcher Tasten (Zweideutigen Witz hier einfügen). Doch auch diesmal hörte ich nicht auf – und es machte sich wieder bezahlt. Mit “Take Five” fand ich ein Stück, das mich monatelang an das Klavier fesselte. Zudem hatte ich in den nächsten Jahren die wohl beste Kollegin, die ich mir wünschen hätte können. Zusammen spielten wir ein Vierhändiges Stück nach dem Anderen. Aus irgendeinem Grund können wir einfach unsere Noten einzeln lernen, uns gemeinsam ans Klavier setzen, und ohne große Absprachen im gleichen Takt bleiben. Es passte einfach.

Wenn ich mich an nur einen Moment meiner 12 Jahre Musikunterricht erinnern könnte, ich würde unseren letzten gemeinsamen Konzertauftritt wählen. “Sonate für 4 Hände”, von Francis Poulenc. Das Klavier war furchtbar, das Stück so schräg, dass 90 Prozent des Publikum vermutlich dachten, wir würden einfach nur wild auf die Tasten einhämmern, und trotzdem war es großartig.

Man soll aufhören, wenn es am schönsten ist

Ein Jahr später: Meine letzte Klavierstunde. Ich sitze an dem selben Flügel, an dem ich fast 13 Jahre zuvor das C kennen gelernt hatte. Und obwohl es mir schwerfällt weiß ich, dass ich die richtige Entscheidung getroffen habe. Was ich spiele? Imagine, von John Lennon.

V5

2. August 2011 · Kategorie: Allgemein · 9 Kommentare

Neues Theme: V5 Wäre mein Blog ein Motor, hätte er wenigstens einen Artikel in der Wikipedia. Ich hoffe euch gefällt’s. Was noch fehlt kommt später.

29. März 2011 · Kategorie: Allgemein · 3 Kommentare

Spätestens seit HTML5 verschwimmen die Grenzen zwischen dem Web und dem Desktop immer mehr. Viele Entwickler setzen auf Webanwendungen; Manche exklusiv, manche als Fallback, aber kaum ein Dienst kommt heute mehr ohne Weboberfläche aus. Und das ist auch gut so!

Mir gefällt es, wenn ich von überall auf meine Daten zugreifen kann. Und um wirklich überall verfügbar zu sein, reicht es nicht, auf allen von mir verwendeten Platformen verfügbar zu sein. Man muss mir auch einen Fallback anbieten, und genau hier kommen für mich Webapplikationen ins Spiel: So lange es eine native Applikation gibt, die den gleichen Funktionsumfang bietet und nicht absolut grottenschlecht ist, werde ich diese IMMER einer Webapplikation vorziehen. Von mir aus kann die Applikation eine Internetanbindung vorraussetzen und alle Daten aus dem Netz ziehen, aber die Oberfläche und die damit verbunden User Experience sollte einfach die sein, die ich als Benutzer eines gewissen Systems gewohnt bin.

Als OSX Benutzer möchte ich zum Beispiel, dass ich mit ⌘, auf die Einstellungen zugreifen kann. Ich möchte, dass die Applikation sich an die gewöhnlichen Größen und Abstände einzelner UI-Elemente hält, und dass deren Positionierung stimmt (sprich: ist OK oder Abbrechen rechts?).

Viele dieser “Eigenheiten” kann ich einer Webapplikation unter gewissen Umständen verzeihen. Wenn eine Applikation im Browser läuft, dann versuche ich erst gar nicht, ⌘, zu drücken, weil ich genau weiß, dass ich dann die Einstellungen des Browsers präsentiert bekommen. Was ich allerdings für unverzeihlich halte sind Webapplikationen, die sich als native Applikationen tarnen. Natürlich wirkt es auf den ersten Blick gut, wenn ich dieses schöne icon nicht in meinem Browser, sondern in meinem Applications-Ordner habe, aber sobalt eine Applikation nicht mehr in meinem Browser läuft sondern mir ein eigenes Fenster, eine eigene Menüzeile und ein eigenes Icon im Dock präsentiert, erwarte ich, Funktionen wie ⌘, verwenden zu können. Und wenn eine Applikation mir das dann nicht bietet, weil sie in Wahrheit nichts anderes ist als eine Webseite in einem Browser der Marke Eigenbau, dann ist sie für mich ganz einfach nicht verwendbar.

13. März 2011 · Kategorie: Allgemein · 5 Kommentare

Das wohl wichtigste Feature des “Web 2.0″ ist, abgesehen von all den technischen Neuerungen, dass jeder einfach Inhalte publizieren kann. Menschen, die sich früher nur Filme im Fernsehen ansahen, produzieren jetzt ihre eigenen Videos und laden sie auf YouTube (oder, wenn es sich um künstlerisch wertvollere Videos handelt, Vimeo). Andere können ihre selbst produziere Musik veröffentlichen und hamstern mit ein wenig Glück und Geschick einen Plattenvertrag. Blablabla hin und her, jeder kennt die Geschichte.

Doch was sollen die machen, die nicht mit einer Kamera umgehen können, die überhaupt kein Gespür für Musik haben und die keinen geraden Satz formulieren können? Ihr wisst schon; Die, die den Unterschied zwischen Kritik und Beleidigung nicht kennen und generell immer alles besser könnten, es aber aus irgend einem Grund nicht machen. Ganz einfach: Sie kommentieren!

Wer das für überheblich, übertrieben oder gar beleidigend hält, dem gratuliere ich hiermit schon einmal zur bestandenen Aufnahmeprüfung. Und all denen, die meiner Meinung sind, gratuliere ich ebenfalls. Schließlich kann jeder denken was er will. Um noch eine Stufe weiter gehen: Jeder kann sagen was er will, und obwohl ich Meinungsfreiheit für fundamental wichtig halte, verspüre ich bei Kommentaren häufig den Drang, dem Kommentierenden genau diese Freiheit für immer zu entziehen.

Wie kommt zum Beispiel jemand auf die Idee, dass es auch nur irgendjemandem helfen könnte, wenn er unter einer App ein “IST DAS GELD NICHT WERT” hinterlässt? Dieser Kommentar wirft mehr Fragen auf als er beantwortet. Warum ist die App das Geld nicht wert? Wie könnte man als Entwickler die App verbessern? Hat der Kommentierende die App überhaupt ausprobiert? Die Anzahl der Wörter in diesem Kommentar entspricht hier ganz klar dem IQ des Kommentierenden.

Ein weiteres Glanzbeispiel für grandios hirnlose Kommentare ist Youtube. Unter einem Video finden sich ca. 20% offensichtlicher Spam, 30% unterirdische Sprüche mit der Anzahl der negativen Videobewertungen, 40% einzeilige Beleidigungen mit schlechter Grammatik und/oder Capslock und nur 10% eventuell hilfreiche, durchdachte und verständlich formulierte Kommentare.

Ähnlich ist es z.B. auch im Webstandard: Unter einem Beitrag über iOS trollen sich die Android-Fanboys, wie viel besser sie denn nicht sind. Argumente braucht man nicht. Das Gleiche unter einem Beitrag über Android, nur diesmal mit den Apple-Fanboys in der Rolle der Vollidioten. Da kann man sich nur mehr in eine Höhle zurückziehen, um nicht an der eigenen Fremdscham zu ersticken.

Ich habe allerdings auch ein positives Beispiel für Kommentare: Daring Fireball. Und bevor ich jetzt 3 mal “Daring Fireball hat doch gar keine Kommentare” höre: Genau das meine ich mit “richtig”. John Gruber, der Autor von Daring Fireball, kann ein noch so guter Analyst sein, in seinen Aussagen steckt immer auch eine große Portion Subjektivität, und genau diese Subjektivität würde mit großer Wahrscheinlichkeit zu tonnenweise Trollkommentaren führen. Anstatt jedoch seine Zeit damit zu verbringen, die verbalen Ergüsse anderer aufzuwischen, schreibt er lieber neue Beiträge. Und das Beste daran ist: Er schränkt damit keineswegs die Meinungsfreiheit ein. Ich lese und höre andauernd Meinungen zu seinen Beiträgen. Sei es in Podcasts, Foren, oder Kommentaren auf anderen Webseiten. Dennoch kann ich in Ruhe seinen Blog lesen.

Was ich mit den letzten 500 Wörtern sagen wollte: Wenn man eine hohe Besucherzahlen hat, sind unter den Besuchern garantiert viele, die anderer Meinung sind. Und viele davon werden zu den zu Beginn erwähnten Leuten zählen, die nichts besseres zu tun haben, als anderen den Tag zu verschlechtern. Man sollte sich daher gut überlegen, ob man die Meinungen dieser Leute auf der eigenen Seite präsentieren will, oder ob man ein eigenes Diskussionsforum oder Ähnliches einrichtet. Und wenn ihr selbst kommentiert: Lest den Kommentar bevor ihr ihn absendet noch einmal (am besten laut) durch und überlegt, ob das wirklich etwas ist, das ihr unwiderrufbar mit eurem Namen verknüpft haben möchtet.

In der Zwischenzeit empfehle ich Shutup.css für ein friedlicheres Internet und möchte von euch wissen: Wie geht es euch mit Kommentaren auf großen Internetseiten? Lest ihr sie, und wenn ja, was haltet ihr davon?