Spoilerfrei!
Eine Saga kommt zu Ende: Mit Harry Potter and the Deathly Hallows Part 2 lief diese Woche in den Kinos der letzte Film der Harry Potter Serie an, und als richtige Fans waren wir natürlich pünktlich am Mittwoch um 0:00 Uhr im English Cinema, um ihn uns anzusehen. Der Film bedeutete uns so viel, wir trotzten nicht nur einer “verlorenen” Kartenreservierung, wegen welcher wir uns den Film aus Reihe 3 anschauen durften, sondern wir bereiteten uns auch noch mit einer Wiederholung des ersten Teiles darauf vor, um absolut nichts auszulassen.
Eines vorweg: Ich würde mich selbst als Harry Potter Fan der ersten Stunde bezeichnen. Ich weiß noch wie ich vor mehr als 10 Jahren zu Weihnachten das erste Buch (als Hörspiel auf ~20 Kassetten) bekam und es mir das folgende Jahr mindestens einmal alle zwei Wochen anhörte, bevor ich damit begann, die Bücher zu lesen (der zweite Teil war gerade erst erschienen). Seitdem gab es eigentlich jedes Jahr ein Ereignis, das etwas mit Harry Potter zu tun hatte. Sei es ein neues Buch oder ein neuer Film, es gab immer etwas Neues. Das ist nun wohl vorbei.
Im Sinne der Redewendung “Die Ruhe vor dem Sturm” erwartete ich nach dem relativ ruhigen ersten Teil vom Zweiten eine Menge Action – und wurde nicht enttäuscht. Das Drehbuch, in dem dank der Aufteilung auf 2 Filme bei weitem nicht so viele Lücken klaffen wie bei manch anderem HP-Film, war Actiongeladen von Anfang bis Ende. Gleichzeitig gab es zahlreiche Momente die zum Lachen anregten – und auch wenn Zeilen wie “I always wanted to use that spell” oder “Not my daughter, you bitch” einem Nichtkenner der Serie warscheinlich nicht besonders originell vorkommen, so ist es doch ganz anders, wenn sie von einer Person kommen, die man über die letzten 10 Jahre verfolgen durfte und von der man genau weiß, dass sie so etwas normalerweiße niemals sagen würde.
Damit wären wir auch schon bei den einzelnen Charakteren. In Bezug auf die schauspielerischen Leistungen sind HP-Filme in der Vergangenheit eher für die erwachsenen Nebenrollen und weniger für die von Jugendlichen besetzten Hauptrollen bekannt gewesen. Für den letzten Teil möchte ich allerdings besonders Letztere hervorheben, welche meiner Meinung nach allesamt um einiges besser sind als in irgendeinem anderen Teil der Serie. Sogar in Daniel Radcliffe’s Gesichtsaudrücken kann man Emotionen erkennen; Emotionen, welche ich in Harry Potter and the Half-Blood Prince noch sehnlich vermisste.
Auf die Produktion und die Spezialeffekte braucht man bei HP-Filmen erst garnicht näher einzugehen, haben diese doch mit jedem Teil neue Maßstäbe für den Britischen Film gesetzt. Auch David Yates, welchen ich von anfang an sehr mochte, macht als Regisseur wieder eine gute Figur.
Alles in Allem ist Harry Potter and the Deathly Hallows Part 2 der beste Film und damit ein würdiger Abschluss der Serie, den man sich nicht nur als bekennender Fan ansehen sollte.
Und obwohl ich Harry Potter sehr vermissen werde hoffe ich, dass keine weiteren Fortsetzungen erscheinen. Das jetzige Ende ist gut und sollte nicht durch irgendwelche Spin-Offs zerstört werden.